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Singapur

 
Republic of Singapore (engl.)
 

新加坡共和国


Xīnjiāpō Gònghéguó (chin.)
Republik Singapura (malai.)
சிங்கப்பூர் குடியரசு
Ciŋakappūr Kudiyarasu (Tamil)
Republik Singapur

 

Flagge

 

Wahlspruch: "Majulah Singapura"
mal., "Vorwärts, Singapur"

 

Amtssprache Malaiisch¹, Chinesisch, Tamilisch, Englisch²
Hauptstadt Singapur 3
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Sellapan Rama Nathan
Regierungschef Lee Hsien Loong
Fläche (176.) 704 km²
Einwohnerzahl (116.) 4.553.009 [1]
Bevölkerungsdichte (2.) 6479,8 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[2] 161.349 Mio. US$ (46.)
BIP/Einwohner 35.163 US$ (21.)
HDI 0,922 (25.)
Währung Singapur-Dollar
Unabhängigkeit 9. August 1965 (von Malaysia)
Nationalhymne Majulah Singapura
Zeitzone UTC + 8
Kfz-Kennzeichen SGP
Internet-TLD .sg
Telefonvorwahl +65
(1) Malaiisch ist Nationalsprache
(2) Englisch ist Verkehrs-, Handels- und Verwaltungssprache
(3) Singapur ist ein Stadtstaat.

 

 


Singapur (amtlich Republik Singapur, englisch: Republic of Singapore, malaiisch: Republik Singapura, chin. 新加坡, Xīnjiāpō, auch: 新嘉坡, tamilisch: சிங்கப்பூர் குடியரசு) ist ein Insel- und Stadtstaat sowie das kleinste Land in Südostasien.

Land und Bevölkerung

Namensherkunft

Der Name „Singapur“ entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (सिंह siṃha, „Löwe“) und Pura (पुर pura, „Stadt“), bedeutet also Löwenstadt.

Bei der Besiedlung im 7./8. Jahrhundert bekam das damalige Fürstentum zunächst den Namen Temasek („Stadt am Meer“). Laut einer Legende flüchtete im 14. Jahrhundert ein hinduistischer Prinz aus Sumatra dorthin. Er war wegen einer Heirat mit einer javanischen (buddhistischen) Prinzessin in die politischen Wirren zwischen dem hinduistischen Srivijaya-Reich von Sumatra und dem buddhistischen Majapahit-Reich auf Java geraten. Der Legende zufolge soll der Prinz im dichten Dschungel einen Löwen gesehen haben. Er wollte gegen den Löwen kämpfen, doch sie sahen sich gegenseitig in die Augen und der Prinz senkte sein Schwert und der Löwe zog sich zurück. Dieses Ereignis war für den Prinzen aufregend genug, um den Ort fortan Löwen-Stadt zu nennen. Das Wahrzeichen ist der Merlion, ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischkörper.

 Geographie

Die 55 Planungsgebiete von Singapur

Die 55 Planungsgebiete von Singapur

Der Staat Singapur liegt südlich der Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer Hauptinsel, drei größeren und etwa 50 weiteren kleineren Inseln.

Die Stadt Singapur, die den Großteil des Inselstaats einnimmt, liegt bei den Koordinaten: 1° 17' N, 103° 50' O Koordinaten: 1° 17' N, 103° 50' O auf einer Insel, die im Norden durch einen künstlichen Damm, den Johor-Singapore Causeway, mit der Stadt Johor Bahru und im Westen durch eine Brücke, den Second Link, mit dem Festland (Malaysia) verbunden ist. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist mit 164 Metern der Bukit Timah Hill im Bukit-Timah-Reservat.

Ursprünglich war nur der Süden des Landes am Singapur-Fluss bewohnt. Die restlichen Teile des Landes bestanden aus tropischem Regenwald oder wurden landwirtschaftlich genutzt. In den 1960er Jahren wurden neue Stadtgebiete vor allem als Satellitenstädte außerhalb des ursprünglichen Stadtgebietes errichtet. Die Regierungsbehörde Urban Redevelopment Authority ist verantwortlich für die Stadtentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf effiziente Landnutzung und -verteilung sowie Verkehrsplanung gelegt. In einem Entwicklungsplan wird die Landnutzung für die 55 Planungsgebiete (einschließlich der zwei Wasserschutzgebiete), die zu fünf Regionen gruppiert werden, festgelegt. Die administrative Gliederung Singapurs umfasst fünf Community Development Council (CDC)-Distrikte, die von Bürgermeistern (Mayor) und örtlichen Räten verwaltet werden. Diese Gliederung ist völlig inkompatibel mit der Regionalgliederung der Landesplanung.

Aufgrund der knappen Landfläche spielt für Singapur die Landgewinnung eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 697,2 km² und soll bis 2030 noch um etwa 100 km² (800 km²) wachsen.

Das Klima ist tropisch-feucht. Die Temperatur beträgt fast über das ganze Jahr etwas über 28 Grad Celsius. In den Monaten Oktober bis Februar sind die Temperaturen bedingt durch den Monsun nur etwas niedriger als im restlichen Jahr, bei stärkeren Niederschlägen.

Die Insel Sentosa wird manchmal der südlichste Punkt des asiatischen Festlands genannt. Dies ist etwas umstritten, da sowohl Sentosa als auch Singapur Inseln sind, die jedoch mit Dämmen und Brücken mit dem Festland verbunden sind.
 

Bevölkerung

Die korrekte Bezeichnung für Bürger des Staates Singapur lautet „Singapurer“ bzw. „Singapurerin“; das bisweilen verwendete „Singapuri“ gibt es nicht und beruht auf falscher Analogie zu anderen Wortbildungen.

Singapur hat eine Fertilitätsrate von nur einem Kind pro Frau. Dadurch wird die Einwohnerzahl bald stark sinken, da zur natürlichen Reproduktion einer Bevölkerung 2,1 Kinder pro Frau nötig sind. Vergleich: Deutschland hat 1,33 Kinder/Frau (2007).

Damit gehört Singapur zu den Ländern, in denen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung am wenigsten Kinder geboren werden. Dadurch nimmt der Altersdurchschnitt stark zu und es gibt immer weniger Jugendliche und Kinder. Im Gegenzug bremst die Zuwanderung in den multikulturellen Stadtstaat die Alterung der Gesellschaft.

Laut dem statistischen Amt Singapurs von Juni 2005 beträgt die Gesamteinwohnerzahl 4,2 Millionen Menschen. Die Bürger Singapurs gehören zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen:

76,8 % Chinesen, 13,9 % Malaien, 7,9 % Inder und 1,4 % Andere

Hinzu kommt eine große Zahl von Gastarbeitern und Ausländern, die sich Schätzungen zufolge auf mehr als 600.000 addiert. Genaue Zahlen werden von der Regierung unter Verschluss gehalten.

Schmelztiegel Singapur

Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle ethnischen Gruppen in Harmonie zusammenleben. Dies wird teilweise staatlich festgelegt, wie z. B. im sozialen Wohnungsbau (HDB – Housing Development Board) durch sogenannte ethnische Gruppenquoten. So darf von einem Wohnungsblock nur ein bestimmter Prozentsatz an Chinesen, Malaien und Inder verkauft werden.

Der große Anteil der Chinesen in der Bevölkerung führt oft zu der falschen Annahme, dass die anderen Bevölkerungsgruppen in ihrem täglichen Leben benachteiligt werden. Die Forderung nach Kenntnissen der chinesischen Sprache bei einem Stellenangebot ist zwar nicht ungewöhnlich, dies geschieht jedoch meistens nur bei internationalen Betrieben, die ausschließlich ausländische chinesische Kunden ohne Englischkenntnisse betreuen, oder bei kleineren chinesischen Familienbetrieben. Der Markt wird durch die Chinesen wegen ihrer Anzahl zwar dominiert, aber nicht kontrolliert. Es mangelt bei den Führungspositionen und Hochschulen nicht an Indern und Malaien. Auch in der Regierung sind diese ethnischen Gruppen vertreten.

Wegen der eher seltenen Erscheinung interkultureller Ehen wird oft angenommen, dass eine Segregation zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen im Land herrscht. Tatsächlich dominieren Ehen innerhalb der eigenen ethnischen Gruppen. Zum einen ist eine Dominanz der interkulturellen Varianten bei dem hohen Anteil von Chinesen mathematisch ausgeschlossen. Zum anderen gibt es eine Reihe von sozialen und religiösen Gründen, die interkulturelle Partnerschaften zwischen Frau und Mann erschweren. Schon bei den jungen unverheirateten Paaren ist die interkulturelle Variante selten. Während die malaiische und chinesische Jugend sich manchmal zusammenfinden, halten Kastensystem und Tradition oft die indischen Eltern zurück, ihren Kindern die Wahl des eigenen Partners zu überlassen. Manchmal werden chinesische Frauen auch durch die Notwendigkeit, zum Islam zu konvertieren, von einer Ehe mit einem Malaien abgeschreckt. Dennoch ist es bemerkenswert, dass Ehen zwischen Malaien und Chinesen in Singapur eine Tradition haben, die ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Daraus ist die Nonya- oder Peranakan-Kultur entstanden, die heutzutage vom Aussterben bedroht ist.

Ein anderes Thema bei der Eheschließung in Singapur, das häufig ein Lächeln bei den Einheimischen hervorruft, ist die staatliche SDU (Social Development Unit), die für die Anbahnung von Paarbeziehungen von Akademikern und Universitätsabsolventen zuständig ist.

Im Alltag, vor allem in den Schulen und bei der Arbeit, findet durchaus die Interaktion mit Menschen aus anderem Kulturkreis statt. Eine Segregation ist jedoch zwischen den Einheimischen und den dort lebenden sogenannten „Expatriates“ zu beobachten; ihre Kinder besuchen verschiedene Schulen und beim Berufsalltag mischen sie sich eher selten.

Die Verflechtung der Kulturen ist unter anderem in der Sprache, Küche und Lebensart evident. Das Singlish, eine Variante der englischen Sprache, ist gespickt durch die Begriffe und Grammatik aller vier Amtssprachen. Im Gegensatz zu Spanglish, die die aus Spanisch und Englisch zusammengesetzte Umgangssprache der Latinos ist, wird Singlish ständig von den verschiedenen ethnischen Gruppen unabhängig von einander erweitert und durch ihre Interaktion wieder zusammengefügt. Einige Beispiele: Sätze wie „Referee kayu! Xiao liao ah?“ („Der Schiedssrichter hat sich geirrt! Ist er verrückt?“) oder „Careful, wait you gana knock down!“ („Pass auf, du könntest überfahren werden!“) sind Resultate aus jahrelanger Interaktion zwischen der chinesischen und malaiischen Sprache. Dadurch wandert das Vokabular und die Grammatik einer Sprache ständig zu einer anderen durch gemeinsame Nutzung des Singlish. Auf diese Sprache ist die Regierung allerdings nicht sehr stolz. Ihr Versuch, die Vorliebe des Volks für Singlish durch die Förderung des „normalen“ Englisch durch einheimische Sitcoms wie z.B. „Phua Chu Kang“ zu ändern, wurde von dem Spaß liebenden Volk eher nicht ernst genommen.

Wie auch in anderen asiatischen Ländern spielt Höflichkeit in Singapur eine wichtige Rolle. Es gibt zum Beispiel die Regel, dass der Kontaktpartner nicht „sein Gesicht verlieren“ darf. Das bedeutet, dass man einen Gesprächspartner auf begangene Fehler nicht direkt anspricht, sondern diese beiseite schiebt und zu einem späteren Zeitpunkt anzusprechen versucht oder eine dritte Person einschaltet. Gerne werden Visitenkarten verteilt. Diese überreicht man dem Gesprächspartner mit beiden Händen. Es ist unhöflich, Visitenkarten die man vom Gegenüber bekommen hat, einfach einzustecken. Vielmehr muss diese mit Respekt behandelt werden und auf dem Tisch noch eine Weile offen hingelegt werden. Die Höflichkeitsregeln entsprechen dem, was in China üblich ist. Generell ist das gesellschaftliche Leben stark durch das Gedankengut des Konfuzianismus geprägt.

Küche

Bei der singapurischen Küche ist der gegenseitige Einfluss auch zu sehen. Traditionelle Rezepte werden verwandelt. Dadurch sind einmalige Gerichte wie Laksa Yong Tau Foo oder Cheese Prata entstanden, die mit der Zeit als Bestandteile der umfangreichen Reihe der Nationalgerichte gelten. Die im Ausland bekannten Singapur-Nudeln sind in dem Land selbst unbekannt.

Religion  

In Singapur sind im Wesentlichen folgende Religionen vertreten: Buddhismus (42,5 % der Gesamtbevölkerung), Islam (14,9 %), Taoismus (8,5 %), Hinduismus (4 %), Christentum (14,6 %, davon 4,8 % katholisch), andere mit 0,7 %. 14,8% der Bevölkerung Singapurs bekennen sich keiner Religion zugehörig (Quelle: Census 2000). Die Tätigkeit der Zeugen Jehovas und der Vereinigungskirche ist in Singapur verboten.

Der Stadtstaat soll zu einem Zentrum des weltweiten Dialogs zwischen den Religionen werden. Zum Auftakt will Singapur 2008 eine internationale interreligiöse Konferenz abhalten. Diesen Vorschlag hat Minister Goh Chok Tong bei seinem Besuch im Vatikan unterbreitet. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone sei dem Vorschlag gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen, zitiert das Blatt Goh.[3]

Während es in vielen Ländern unvorstellbar ist, Institutionen verschiedener Religionen in unmittelbarer Nähe zueinander zu finden, ist dies in Singapur wegen seiner beschränkten Fläche keine Seltenheit. Hinduistische Tempel oder islamische Moscheen befinden sich genauso wie buddhistische Tempel oder Kirchen nebeneinander oder direkt einander gegenüber. Auseinandersetzungen wegen der Enge gibt es nicht. Was als leicht erreichte Harmonie erscheint, ist das Resultat jahrelanger Anstrengung, Gleichberechtigung und gegenseitigen Respekt zu gewährleisten. Zum Beispiel halten sich die Kantinen aller staatlichen Schulen an die Halal-Vorgaben – das Halal-Geschirr wird von den anderen getrennt. Die Schüler oder Studenten essen jedoch zusammen; sie bringen nur ihr Geschirr nach dem Essen zu anderen Orten zurück. Dies ist nur eine von vielen Lösungsansätzen in Singapur, die enge Interaktionen zwischen Menschen verschiedener Religion ermöglichen und gleichzeitig jedem den Freiraum für seine eigene Religion gewährleisten. Der Sri-Mariamman-Tempel mitten in Chinatown ist ein weiteres Beispiel für das ungewöhnliche Zusammenleben der Menschen in Singapur.

Feiertage

In Singapur gibt es elf Feiertage, von denen drei weltlich und die restlichen kulturelle, religiöse oder ethnische sind.

  • Weltliche Feiertage
    • Neujahr (1. Januar)
    • Tag der Arbeit (1. Mai)
    • Nationalfeiertag (9. August; Unabhängigkeitstag von 1965)
  • Sonstige Feiertage
    • Chinesische Feiertage
      • Chinesisches Neujahrsfest nach dem Chinesischen Kalender (21. Januar–21. Februar)
      • 2. Neujahrstag nach dem Chinesischen Kalender (22. Januar–22. Februar)
    • Islamische Feiertage
      • Hari Raya Puasa
      • Hari Raya Haji
    • Indische Feiertage
      • Vesakh (1. Mai–30. Mai)
      • Deepavali (15. Oktober–15. November)
    • Christliche Feiertage
      • Karfreitag (20. März–23. April)
      • Weihnachten (25. Dezember)

Da sich die islamischen Feiertage nach einem Mondkalender bestimmen, gibt es jeweils alle 32–33 Jahre einen Feiertag im Jahr doppelt. Dafür kann Hari Raya Puasa mit dem Chinesischen Neujahrsfest zusammenfallen.

Die chinesischen Neujahrsfeiertage bestimmen sich nach dem Chinesischen Kalender. Hari Raya Puasa ist am ersten Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender, Hari Raya Haji am zehnten Tag des zwölften Monats. Der Vesak-Tag findet am ersten Vollmond im Mai statt, Deepavali am letzten Tag des Monats Asvina nach dem Indischen Kalender.

Geschichte

Die ersten Aufzeichnungen Singapurs stammen aus chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. Die Insel diente als Außenposten des auf Sumatra beheimateten Srivijaya-Reiches. Ursprünglich trug Singapur den javanischen Namen Temasek. Nachdem Temasek anfangs zu einer bedeutenden Handelsstadt aufstieg, verlor es bald wieder an Bedeutung. So kommt es, dass außer ein paar archäologischen Spuren kaum mehr etwas aus jener Zeit erhalten ist.

Statue von Thomas Stamford Raffles von Thomas Woolner, erbaut am (vermuteten) Landungspunkt. Raffles wird als Gründer des modernen Singapur anerkannt.

Statue von Thomas Stamford Raffles von Thomas Woolner, erbaut am (vermuteten) Landungspunkt. Raffles wird als Gründer des modernen Singapur anerkannt.

1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Agent der britischen Ostindischen Handelskompanie, am alten Handelssitz Singapur die erste Niederlassung. Die Insel war zuvor nur von 20 malaiischen Fischerfamilien bevölkert und eine Zufluchtstelle für Seeräuber.

1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor für 60.000 Dollar und eine Jahresrente von 24.000 Dollar abkaufte.

Am 1. April 1867 wurde Singapur als Bestandteil der Straits Settlements vor dem Hintergrund weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. Bald wuchs die Bedeutung von Singapur als Umschlaghafen aufgrund seiner geographischen Lage entlang der verkehrsträchtigen Schifffahrtswege zwischen China und Europa. Die Einwohnerzahl ganz Singapurs im Jahr 1881 betrug 172.993.

Singapur gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Singapur gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Im Zweiten Weltkrieg marschierten Japans Truppen in Malaysia ein und umzingelten die Insel. Die schlecht vorbereiteten britischen Soldaten unter Arthur Percival wurden trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von der japanischen Armee in der Schlacht um Singapur geschlagen und kapitulierten im Februar 1942. Die Japaner benannten Singapur in Folge in Shōnan-tō (昭南島) um und hielten es bis zur japanischen Kapitulation im September 1945.

1945 wurde Singapur an die Briten zurückgegeben, und 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie, welche nach den von der People’s Action Party (PAP) gewonnenen Wahlen 1959 von Lee Kuan Yew als erstem Premierminister regiert wurde.

Nach einem landesweiten Referendum 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 vom Vereinigten Königreich unabhängig.

altes chinesisches Wohnhaus im Stadtzentrum

altes chinesisches Wohnhaus im Stadtzentrum

Im Herbst 1964 kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesischen und nicht-chinesischen Einwohnern. Nach heftigen ideologischen Konflikten zwischen der von der PAP gestellten Regierung und der Föderationsregierung in Kuala Lumpur sowie wegen Befürchtungen auf malaysischer Seite, dass die Unruhen über die Stadt hinaus ausgreifen könnten, wurde Singapur am 7. August 1965 aus der Föderation ausgeschlossen. Zwei Tage später, am 9. August 1965, wurde Singapurs Souveränität als erstes von Malaysia anerkannt. Seither ist dies der Nationalfeiertag.

Die junge und territorial eingeschränkte Nation musste um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit kämpfen und sah sich mit Problemen wie Massenarbeitslosigkeit, Knappheit an Wohnraum, Ackerland und an Rohstoffen (z. B. Öl) konfrontiert.

Während Lee Kuan Yews Amtszeit als Premierminister von 1959 bis 1990 wurde erfolgreich die Massenarbeitslosigkeit bekämpft, der Lebensstandard erhöht und Singapurs Wirtschaftskraft gestärkt. Als einer der vier Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb einer Generation den Sprung vom Entwicklungsland hin zu einer Industrienation.

Am 26. November 1990 übernahm Goh Chok Tong das Amt des Premierministers. Unter seiner Regierung war das Land mit neuen Problemen beschäftigt: 1997 kam ein wirtschaftlicher Einbruch mit der Südostasienkrise, 2003 dämpfte SARS die wirtschaftliche Entwicklung, hinzu kam die terroristische Bedrohung durch die Jemaah Islamiah (JI).

Am 12. August 2004 wurde Lee Hsien Loong, der älteste Sohn von Lee Kuan Yew, in dem nach wie vor von der PAP dominierten Parlament zum dritten Premierminister Singapurs gewählt.

Bis heute gibt es Streitigkeiten mit Malaysia, darunter:

  • Streit über die Wasserversorgung und die Verrechnung der entstandenen Kosten. Wasser wird von Malaysia geliefert und von Singapur aufbereitet. Durch geschickte Verhandlungen hat Singapur das aufbereitete Wasser für einen höheren Preis an Malaysia verkaufen können, als es selbst für das Frischwasser an Malaysia zahlen musste. Singapur ist auf Wasserimporte dringend angewiesen.
  • Streit über den Besitz der Insel Pedra Branca (portugiesisch)/Pulau Batu Putih (malaiischer Name), sowie den Inseln Middle Rocks und South Ledge. Eine Klärung vor dem Internationalen Gerichtshof wird angestrebt.
  • (Grenz-)Streitigkeiten über Singapurs Landgewinnung, Brückenbau und Seegrenzen.

Politik

Politisches System

Singapur ist eine parlamentarische Republik nach dem Westminster-System (dem Vereinigten Königreich ähnlich). Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, der mit Veto-Rechten in einigen Schlüsselbereichen ausgestattet ist und die obersten Richter benennt. Der Präsident wird seit 1999 theoretisch alle 6 Jahre direkt vom Volk gewählt. Die Wahl fällt allerdings aus, wie 1999 und 2006, wenn nur ein Kandidat von der Wahlkommission akzeptiert wird.

Parlament

Parlament

Die Legislative ist das Parlament, und die Exekutive wird durch das Kabinett gebildet, welches vom Premierminister als Regierungsoberhaupt geleitet wird.

Die Politik Singapurs wurde seit der Unabhängigkeit 1965 von der People’s Action Party (PAP) dominiert. Von Kritikern wird Singapur daher teils auch als Einparteienstaat eingeordnet, und der PAP werden teilweise rigide Handlungen gegen die Oppositionsparteien vorgeworfen. Dabei soll die PAP teils manipulierend einwirken oder durch zivilrechtliche Klagen (Verleumdung) unliebsame Gegner aus dem Weg schaffen. Auch das strikte Mehrheitswahlrecht trägt zur dominanten Stellung der PAP bei (Wahlpflicht). Ebenso sind die strikten Restriktionen im öffentlichen und Privatleben zu nennen. Siehe Rechtliches.

Ebenso behaupten Kritiker, dass Singapurs Gerichte auf Seiten der Regierung stünden, auch wenn einige Verfahren von der Opposition gewonnen wurden. Westliche Demokratien betrachten Singapurs Regierungsform daher manchmal dem Autoritarismus näher als einer Demokratie im westlichen Sinne.

Trotz dieser Vorwürfe hat Singapur das, was viele eine sehr erfolgreiche Marktwirtschaft nennen. Die Politik der PAP enthält sozialistische Aspekte, wie zum Beispiel ein großangelegtes öffentliches Wohnraumprogramm und eine Dominanz staatlicher Unternehmen in der lokalen Wirtschaft. Die PAP distanzierte sich jedoch in der Vergangenheit teilweise vom westlichen Wertesystem. Der frühere Premierminister Lee Kuan Yew zitierte in diesem Zusammenhang die Inkompatibilitäten westlicher Demokratien mit „asiatischen Werten“. In jüngerer Vergangenheit lockerte die PAP Teile ihrer gesellschaftlich konservativen Politik.

Charakteristisch für Singapur sind das Zusammenspiel aus konfuzianisch orientierter, staatlich-öffentlich kommunizierter Ethik, strengen Gesetzen, einem hohen Grad an Überwachung und sehr geringer Korruption. Verfechter dieser Leitlinien sehen darin die Ursachen, dass eine wohlhabende Gesellschaft entstand, die eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt hat.

Beziehung zwischen Staat und Volk

Kritiker bemängeln die autoritären Ausprägungen dieses Systems, beispielsweise die Vorschrift, dass eine staatliche Lizenz verlangt wird, wenn mehr als drei Menschen öffentlich über Politik, Religion oder innere Angelegenheiten des Staates reden wollen. Im gesamten öffentlichen Raum und insbesondere in den öffentlichen Verkehrsmitteln findet man Verhaltensparolen über Sauberkeit, Freundlichkeit und Verhalten.

Polizei und Justiz

Viele Gesetze Singapurs sind sehr streng. Ein englisches Sprichwort sagt, „Singapore is a fine city“ (fine hat die Bedeutung schön, aber auch Geldstrafe). Die unten aufgeführten zum Teil horrenden Strafen für vergleichsweise geringe Vergehen werden in der Praxis kaum durchgesetzt und dienen eher der Abschreckung.

Straftatbestände mit hohen Strafmaßen

  • Vandalismus und Graffiti können Geldstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben.
  • Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 absolut verboten. Die private Einfuhr zum Eigenkonsum war davon allerdings nie betroffen. Mittlerweile ist der Verkauf von Kaugummi zwar gestattet, jedoch weiterhin stark eingeschränkt. Der Käufer muss ein Arztrezept und seinen Personalausweis vorzeigen. Falls der Apotheker es versäumt, den Namen des Käufers aufzuzeichnen, kann gegen ihn eine Geldstrafe von 3.000 SGD verhängt werden. Über die Gründe für die Aufhebung gibt es verschiedene Meinungen. Einige Quellen besagen, die Aufhebung des Kaugummiverbots ist dem Ergebnis einer Untersuchung zu verdanken, welche herausfand, dass die Zähne der Singapurer wegen des Verbots eher schlecht sind. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass für effektive Tabakentwöhnung auch der Verkauf von Nikotinkaugummis ermöglicht werden musste. Auf Druck von Wrigley wurden auch andere zuckerfreie und „der Gesundheit dienliche“ Kaugummisorten freigegeben.
  • Hohe Geld- und Sozialarbeitsstrafen (z. B. mit einer neonleuchtenden Weste und der Aufschrift „ORDER FOR corrective work“ den Strand säubern) werden gegen Personen verhängt, die Müll (auch Zigarettenkippen) achtlos auf die Straße werfen.
  • Essen, Trinken, Rauchen sowie der Transport gefährlicher Güter in öffentlichen Verkehrsmitteln unterliegen hohen Strafen (500 bis 5.000 SGD).
  • Der Transport der geruchsintensiven Durian-Früchte in öffentlichen Verkehrsmitteln ist zwar ebenfalls verboten, allerdings wird von einer Strafandrohung abgesehen.
  • Es herrscht generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants sowie in Personengruppen mit mehr als 5 Personen (z. B. Warteschlangen). Seit dem 1. Juli 2007 ist auch das Rauchen in Bars und Diskotheken nicht mehr gestattet. Im Außenbereich von Bars und Restaurants gibt es Raucherzonen, in Diskotheken Raucherräume.
  • Bei Einreise aus Malaysia gibt es keine Zollfreigrenze für im Ausland erworbene Waren. Bei Einreise aus Indonesien sind die Zollfreigrenzen gestaffelt, je nach dem, wie lange man (24, 48 oder 72 Stunden) Singapur verlassen hat.
  • Singapur ist das einzige Land der Welt, in das Zigaretten nicht duty free eingeführt werden dürfen. Die Geldstrafe für die Einfuhr einer Stange Zigaretten beträgt das zehnfache des Preises innerhalb Singapurs (z.Z. SGD 110, folglich SGD 1100, also rund EUR 550). Selbst wenn man eine angebrochene Schachtel mit sich trägt, darf diese maximal 17 Zigaretten beinhalten. Bei der Ausreise können Tabakwaren aber offiziell am Flughafen gekauft werden.
  • Bei Ausreise muss der Fahrzeugtank noch mindestens zu 75 % gefüllt sein. Hintergrund für diese Vorschrift ist, dass in Malaysia der Kraftstoffpreis nur halb so hoch ist wie in Singapur.
  • Lügen wird bei Nachweisbarkeit mit hohen Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2.000 bis 10.000 SGD). Zusätzlich kann der Strafbestand auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben. Üblicherweise liegen die Strafen bei der sog. „Lügerei“ bei 3–8 Schlägen.
  • Es herrscht eine strenge Zensur:
    • Einige ausländische Zeitungen und Magazine, wie das Asian Wall Street Journal und die Far Eastern Economic Review, sind in ihrer Verbreitung eingeschränkt. Zeitungen aus Malaysia sind verboten (umgekehrt in Malaysia).
    • Pornographie ist verboten; die Darstellung von Sex und Nacktheit ist eingeschränkt, d. h. der Playboy und andere „Erwachsenenmagazine“, wie das Cosmopolitan-Magazin, sind verboten. Einige weniger freizügige Magazine, wie zum Beispiel das FHM, sind jedoch im Handel erhältlich. Falls Sex und Nacktheit erlaubt sein soll, muss es zum Kontext passen. Filme, die Nacktheit, Sex oder übermäßige Gewalt zum Inhalt haben, erhalten normalerweise die Altersfreigabe Mature 18 (M18). In Ausnahmefällen Restricted 21 (R21).
    • Die Regierung zeigt jedoch Interesse daran, diese Beschränkungen aufzuweichen und hat daher kürzlich die Altersfreigabe M18 geschaffen, um für über 18-Jährige mehr Erwachsenenmaterial zugänglich zu machen. Es bleiben allerdings die geltenden Freigaben NC16 („No Children“) und R21 („Restricted“) bestehen. Zu Altersfreigaben in Singapur siehe auch Veröffentlichung der „Media Development Authority“.
    • Der Privatbesitz von Satellitenschüsseln ist untersagt. Internationale Sender (wie Deutsche Welle, BBC, CNN etc.) können nur über Kabel empfangen werden.
    • Bestimmtes politisch sensibles Material ist verboten.
    • Schriften und Medien, die das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen stören und religiöse Gefühle beleidigen, sind verboten. Aufgrund dieser Gesetze ist auch die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas einschließlich deren Literatur seit 1972 verboten (siehe Jahresbericht 1997 von Amnesty International Deutschland
  • Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, u. a. Anal- und Oralverkehr sowie jede Form von homosexuellem Sex, sind illegal. Allerdings existieren ernsthafte Überlegungen, zumindest für heterosexuelle Personen ab 16 Jahren in naher Zukunft den Oral- und Analverkehr zu legalisieren

Todesstrafe

In Singapur werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Todesurteile vollstreckt. Als Antwort auf einen Bericht von Amnesty International hat die singapurische Regierung im Januar 2004 eine Übersicht veröffentlicht, in der die Anzahl der Hinrichtungen der letzten 15 Jahre dargestellt wird. Zwischen 1990 und 2005 wurden etwa 420 Menschen gehängt, hauptsächlich wegen Drogenhandels, -besitzes und -schmuggels. Unter ihnen befanden sich auch einige westliche Ausländer. Hochgerechnet auf Deutschland wären in dem gleichen Zeitraum etwa 8.000 Menschen hingerichtet worden, in den USA 28.000 (tatsächlich: 884).

Die Vorschriften für Betäubungsmittel sind sehr streng. Jeder, der mit mehr als 15 g Heroin, 28 g Morphin oder 500 g Cannabis erwischt wird, muss mit der Todesstrafe rechnen.

Im März 2002 erregte der Fall einer jungen Deutschen große Aufmerksamkeit, der wegen Drogenhandels die Todesstrafe drohte. Erst durch eine nachträgliche Laboranalyse des sichergestellten Cannabis wurde ein Reinheitswert von weniger als 500 Gramm ermittelt, wodurch die Frau dem Tod durch den Strang entging und stattdessen zu einer 5-jährigen Haftstrafe verurteilt wurde, die später wegen guter Führung um zwei Jahre verkürzt wurde.

Körperstrafen

In Singapur werden bei schweren Straftaten (zum Beispiel Vergewaltigungen), häufig aber auch bei einer Reihe von im europäischen Sinne Ordnungswidrigkeiten wie Vandalismus oder Suchtmittelgebrauch, zusätzlich zu einer Gefängnisstrafe auch Körperstrafen verhängt. Betroffen sind ausschließlich Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden können. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge, die das Gesäß intentional langfristig verletzen sollen. Der dabei verwendete Rohrstock ist ca. 1,20 m lang und 13 mm dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen.Diese Strafart kommt auch bei Nichteinheimischen zum Einsatz und wurde in der Vergangenheit wiederholt international kritisiert. Seit 2006 werden in großem Umfang illegale Arbeitsimmigranten, ohne Vorliegen einer Straftat außer dem Versuch der Arbeitsaufnahme in Singapur, vor der Abschiebung mit einigen Monaten Gefängnis und drei bis sechs Rohrstockhieben bestraft.

Bestrebungen zur Lockerung der Strafmaße

Im Jahr 2003 hat das Censorship Review Committee empfohlen, das Verbot der Zeitschrift Cosmopolitan aufzuheben. Allerdings bleibt das Verbot für den Playboy bestehen, da die singapurische Gesellschaft noch nicht für die freizügigen Fotos bereit sei.

In den letzten Jahren hat die singapurische Regierung einige der strengen Gesetze gelockert. Beispielsweise wurde Bungee-Jumping legalisiert und die Filmzensur gelockert. Es gibt auch Zeichen, dass die Regierung in Betracht zieht, gesetzliche Einschränkungen der Sexualität zu lockern, mit dem Gedanken, die demographische Situation zu verbessern. Dies gilt im übrigen auch für Homosexuelle: In Singapur hat sich mittlerweile ebenso eine kleine „Szene“ etabliert wie in anderen Großstädten Südostasiens.

Auch die Todesstrafe wird von Menschenrechtsaktivisten kritisiert. Obwohl in Singapur bis heute kaum öffentlich darüber diskutiert wird, gibt es inzwischen kleine Verbände, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen und von der Regierung geduldet werden. Ein besonders kritischer Punkt ist die zwingende Verhängung des Todesurteils ab einer bestimmten Menge von Drogen. Gegner dieser Regelung sehen darin eine Untergrabung richterlicher Autorität.

Militär

Die Singapore Armed Forces umfassen die Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe.

Das Heer verfügt über ca. 50.000 aktive Soldaten und eine Reserve von 170.000 Mann. Zur Ausrüstung zählen AMX 13-SM1 Kampfpanzer und Schützenpanzer der Typen Bionix AFV und M113. 66 Leopard 2A4 sollen ab dem Jahr 2008 in Dienst gestellt werden.

Die 4.500 Mann starke Marine verfügt über 5 Stealth-Fregatten sowie Korvetten, Patrouillenboote und Landungsschiffe. Die U-Boot-Flotte verfügt über Boote der schwedischen Sjöormen-Klasse, die bis 2010 durch Boote der Södermanland-Klasse ergänzt werden sollen.

Die nach dem Rückzug der Royal Air Force 1968 aufgestellten Luftstreitkräfte umfassen inzwischen 6.000 Mann und sind mit Flugzeugen der Typen F-16, Northrop F-5 und Lockheed C-130 Hercules sowie Hubschraubern der Typen Aérospatiale AS 332, Apache, CH-47 und S-70 ausgerüstet. --202.56.129.226 05:29, 10. Okt. 2008 (CEST)

Infrastruktur

Straßenverkehr

Aufgrund der britischen Kolonialvergangenheit herrscht Linksverkehr. Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Johor-Singapur-Damm (Johor-Singapore Causeway) im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) für Kraftfahrzeuge und Bahn. Außerdem ist er die Hauptverbindung für die Wasserversorgung Singapurs. Eine zweite Brücke (Second Link), welche 1996 fertiggestellt wurde, besteht im Westen Singapurs. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).

Es gab Überlegungen, den Kanal, der Singapur von Malaysia trennt, aufzuschütten und so die Insel mit dem Festland zu verbinden. Dieser Plan wurde aber aufgrund von Grenzproblemen aufgegeben. Singapur hätte die Hauptkosten getragen, Malaysia bestand allerdings auf der Beibehaltung der heutigen Grenzziehung in der Mitte des Kanals. Der von Malaysia propagierte Ersatz des Causeways durch eine neue Brücke scheitert im Gegenzug am Widerstand Singapurs. Dies muss auch vor einem wirtschaftlichem Hintergrund gesehen werden, da eine Änderung des Status quo die Schiffbarkeit der Johorstraße und damit den Wettbewerb zwischen den Häfen Malaysias und Singapurs beeinflusst.

Im Rahmen einer restriktiven Verkehrspolitik unterliegt der private Autobesitz strengen Regulierungen. Jeder potenzielle Autokäufer muss zuerst eine Berechtigung (Certificate of Entitlement, COE) ersteigern. Regelmäßig entscheidet die staatliche Land Transport Authority (LTA) über die Erteilung von Lizenzen, die in einem Bieterverfahren ersteigert werden können, nach zehn Jahren aber wieder verfallen. Dies ist ein wirksames Instrument, um die Anzahl von Pkw in Singapur zu begrenzen. Der Import von Kraftfahrzeugen ist mit Abgaben von teilweise über 200 Prozent besteuert, hat aber eine hohe Bedeutung als Statussymbol. Weiterhin wird der Verkehr im Stadtzentrum durch ein elektronisches Mautsystem mit hohen Abgaben belegt.

Luftverkehr

Im Osten des Stadtstaates befindet sich der bedeutendste internationale Flughafen, der von 64 internationalen Fluglinien angeflogen wird. Der Changi-Airport besteht aus drei Terminals sowie einem Billigflieger-Terminal. Ein viertes Terminal ist in Planung.

Schienenverkehr

Eine Verbindung der Terminals wird mit einer Einschienenbahn (Skytrain) sichergestellt. Zwischen Terminal 2 und 3 befindet sich die MRT-Haltestelle, mit der man preisgünstig in die Innenstadt kommt. Ein weiterer Flughafen in Seletar ist von geringerer Bedeutung für den zivilen Luftverkehr.

Es existiert des weiteren eine eingleisige Eisenbahnverbindung (nichtelektrifiziert) mit Malaysia, betrieben von der KTM (Keretapi Tanah Melayu). Der Hauptbahnhof Singapurs befindet sich im südlichen Teil der Insel. Die gesamte Eisenbahnanlage ist exterritorial, d. h. Eigentum Malaysias. Daher passiert man die malaysische Grenzkontrolle kurz vor dem Einsteigen des Zuges und reist nach Malaysia ein, verlässt aber erst beim Erreichen der singapurischen Grenzkontrolle am Causeway den Stadtstaat. Die Fahrtdauer von Singapur Hbf nach Kuala Lumpur Sentral beträgt ca. 7 Stunden, die durchschnittliche Zuggeschwindigkeit 40–60 km/h. Malaysia hatte die Absicht, diese Verbindung auf zwei Gleise zu erweitern sowie zu elektrifizieren, so dass Schnellzüge darauf fahren können. Der gegenwärtige malaysische Ministerpräsident hat diese Pläne gestoppt.

Eine am 17. Februar 1974 eröffnete Seilbahn (Mount Faber Cablecar) verbindet die Touristen-Insel Sentosa im Süden mit Mount Faber auf der Hauptinsel. Eine Zwischenstation befindet sich auf dem Harbour Front Centre (dem ehemaligen World Trade Center) im Hafen der Stadt. Sie ist täglich von 8:30 bis 23:00 Uhr in Betrieb.

Nahverkehr

Light Rapid Transit Zug

Light Rapid Transit Zug

Singapur hat ein engmaschiges, hochgetaktetes und relativ preiswertes ÖPNV-System, das systematisch ausgebaut wird. Gut ausgebaut ist das U-Bahn-Netz, genannt MRT (Mass Rapid Transit) betrieben von der SMRT Corp. und Sbs Transit. Das Nahverkehrsbus-System ist ebenfalls gut ausgebaut. Es gibt keinen festen Fahrplan, sondern es wird an den Haltestellen die durchschnittliche Taktrate (z. B. 10 Minuten), wann der nächste Bus vorbeifährt, angegeben. Die Haltestellen stehen im Abstand von wenigen hundert Metern auseinander. Sie werden nur bei Bedarf angefahren, d. h. dem Busfahrer muss von der Haltestelle aus ein Signal (Handbewegung nach unten) gegeben werden.

Es gibt klimatisierte und nicht klimatisierte Busse, diese sind im Fahrpreis geringfügig günstiger. Bezahlung per Bargeld muss passend sein, es wird kein Wechselgeld herausgegeben. Sehr bequem ist die Bezahlung mit der EZ-link-Karte.

Taxis sind weit verbreitet und günstig. Allerdings kommt es zu starken Engpässen während der Rush-Hour, samstags, bei Regen und zwischen 23:30 Uhr und 1:00 Uhr (da steigen die Grundfahrpreise um 10 bis 50 Prozent an).

Schiffsverkehr

Der Hafen Singapurs ist einer der geschäftigsten der Welt und der weltweit bedeutendste Umschlagplatz für Container.

Die Konzerthalle am Singapur River: Die Esplanade

Die Konzerthalle am Singapur River: Die Esplanade

Wirtschaft

Kenndaten

BIP (2004): 90,3 Milliarden Euro; Anteile (2001): 32 % Industrie und 68 % Dienstleistungen

BIP/Kopf (2004): 21.291 Euro

Beschäftigte (2004): Landwirtschaft fast 0 %, Industrie 32,6 %, Dienstleistungen 67,4 %

Arbeitslosigkeit (2004): 3,4 %

Außenhandel (2004): 138,5 Mrd. Euro (davon aus Deutschland: 4,8 Mrd. Euro) Import und 171,8 Mrd. Euro (davon nach Deutschland: 5,3 Mrd. Euro) Export

Singapur ist unter anderem Mitglied der APEC und gehört dem P4 Agreement, einem Freihandelsabkommen, zu dem außerdem noch Brunei, Chile und Neuseeland gehören, an.

Entwicklung wichtiger Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in % gegenüber dem Vorjahr (real)
Jahr 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Veränderung in % gg. Vj. 8,6 -0,9 6,9 9,7 -2,0 3,2 2,9 8,7 6,4 ~5,5 ~4,5
Quelle: bfai . ~ = geschätzt
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$)
Entwicklung des BIP (nominal)
je Einwohner (in Tsd. US$)
 
Jahr 2003 2004 2005 Jahr 2003 2004 2005
BIP in Mrd. US$ 92,7 107,5 117,9 BIP je Einw. (in Tsd. US$) 21,6 24,9 26,8
Quelle: bfai
Entwicklung der Inflationsrate
in % gegenüber dem Vorjahr
Entwicklung des Haushaltssaldos
in % des BIP
(„minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2003 2004 2005 2006 Jahr 2003 2004 2005
Inflationsrate 0,5 1,7 0,5 ~ 2 Haushaltssaldo 5,7 6,0 6,0
Quelle: bfai
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
  2003 2004 2005 2006
  Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$
(1.Hj.)
 % gg.Vj.
Einfuhr 136 17 174 27,5 200 15,4 150 24,2
Ausfuhr 160 27,8 199 24,2 230 15,8 171 25,3
Saldo 23,7   25,0   29,7   21,3  
Quelle: bfai

Allgemeines

Singapur zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Eine große Ausnahme bildet der stark regulierte Wohnungsmarkt, der fast sozialistischen Charakter hat. Singapur ist bestrebt, ein biotechnologisches Zentrum in Asien zu werden. Die A*STAR, die Agency for Science, Technology and Research, eine Regierungsbehörde, unterstützt Forschungskapazitäten in Singapur. In der neugeschaffenen Biopolis sind private und staatliche Institute, Biotech- und Pharmaunternehmen angesiedelt.

Singapur hat große Bedeutung als internationaler Finanzplatz und auch im Warenhandel: der Hafen ist einer der modernsten und größten Umschlagplätze der Welt.

Wechselkurs: 1 EUR = 2,17 SGD / 1 SGD = 0,46 EUR (04/2008) (SGD = Singapur-Dollar im Gegensatz zu z. B. Hongkong-Dollar oder US-Dollar)

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

  • das Gesundheitswesen bei 7%
  • das Bildungswesen bei 18%
  • das Militär bei 29%

Bildung

Kindergärten

Viele Eltern starten die Ausbildung ihres Nachwuchses frühzeitig, dies kann bereits mit dem ersten Lebensjahr beginnen. Singapurer sind wissbegierig. Neben dem staatlichen Kindergarten (PAP) gibt es private Horts in allen Variationen. Von Montessori bis zu zwei- oder drei-sprachigen Kindergärten. Es gibt für jedes Kind einen Platz im Kindergarten. Je nach Alter des Sprösslings kann dies von 2 Stunden bis ganztags variieren. Des weiteren gibt es die Möglichkeit die Kleinen in internationalen Schulen oder Kindergärten unterzubringen. Die Unterrichtssprache ist Englisch, wobei man bedenken muss, dass Kinder meistens aus einem anderssprachigen Elternhaus kommen und sich dadurch ein Misch-Masch in die englische Sprache eingeschlichen hat. Es wird daher meist Singlish gesprochen.

Internationale Schulen

Es gibt eine reiche Auswahl für Expatriates, nachfolgend hier die 11 wichtigsten Internationalen Schulen:

  1. Singapore American School
  2. German European School Singapore
  3. Swiss School Association Singapore – Schweizer Schule Singapur
  4. The Canadian International School Singapore
  5. French School of Singapore
  6. Tanglin Trust School – basiert auf dem britischen System
  7. Singapore International School
  8. Dover Court Preparatory School – hier können auch Kinder mit speziellen Problemen unterkommen und betreut werden
  9. The Australian International School Singapore
  10. United World College of South East Asia
  11. Overseas Family School

Singapurische Schule

Singapurer dürfen keine internationalen Schulen besuchen, es sei denn, sie besitzen eine weitere Staatsangehörigkeit. Stattdessen können Singapurer zwischen ausgezeichneten staatlichen und privaten Schulen wählen. Man muss hier beachten, dass es staatliche und private Eliteschulen gibt. Um an diesen Schulen zu studieren, muss man an einem Auswahlverfahren teilnehmen und sich bereits 1 bis 2 Jahre vorher bewerben.

Einige der bekanntesten Schulen für die 7. bis 10. Klasse sind Raffles Institution, Raffles Girls’ School, Hwa Chong Institution, Anglo-Chinese Independent School, Nanyang Girls’ School. Für die 11. und 12. Klasse (Abitur-Jahre) sind es Schulen wie National Junior College (das erste Junior College Singapurs), Hwa Chong Institution, Raffles Junior College, Victoria Junior College und Temasek Junior College, wo die „Top-Schüler“ ihr Abitur (die „Singapore-Cambridge GCE ‘Advanced’ Level Examinations“) in zwei statt drei Jahren machen.

Außerdem haben Schülerinnen und Schüler aus Singapur die Möglichkeit, eine weitere Fremdsprache (Französisch, Deutsch, Japanisch, Malaiisch, Indonesisch und Arabisch) am Sprachzentrum des Bildungsministerium (MOELC) zu erlernen. Einige Schulen wie National Junior College und Raffles Junior College haben auch eigene Sprachprogramme für einige Stufen.

In der letzten Zeit gibt es auch durch die Unterstützung des Bildungsministeriums mehr Möglichkeiten für Austauschprogrammen, besonders zwischen den Schulen innerhalb ASEAN.

Universitäten

Singapur verfügt über drei staatliche Universitäten:

  • Die Nanyang Technological University (NTU) befindet sich im äußersten Westen der Hauptinsel Singapurs in Jurong, etwa 25 km außerhalb des Stadtzentrums. Die Universität wurde am 1. Juli 1991 per Parlamentsbeschluss gegründet. Sie ging aus dem ehemaligen Nanyang Technological Institute (NTI) hervor, das im August 1981 gegründet wurde. Erreichbar ist die Universität über die MRT bis Boon Lay (Endstation), von dort aus fahren zwei Buslinien direkt zum Campus der NTU. An die NTU ist das National Institute of Education (NIE) angegliedert. Dort werden die Lehrer für die Gymnasien Singapurs ausgebildet.
  • Die National University of Singapore (NUS) befindet sich etwa 12 km außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge. Sie zählt laut dem „World University Ranking“ des britischen „Times Higher Education Supplement“ (2006) zu den 20 besten Universitäten der Welt.
  • Die neueste Universität, die Singapore Management University (SMU), hat im Sommer 2005 ihren neuen Innenstadt-Campus in Bras Basah, MRT-Haltestelle Dhoby Ghaut, bezogen.

Neben den staatlichen Universitäten gibt es eine ganze Reihe privater, zu einem Großteil auch ausländischer Universitäten und Bildungseinrichtungen, wie etwa die französische INSEAD. Eine weitere Universität ist eine Sorbonne-Nachstellung der Uni in Paris. Dort wird Theologie, Politik und Wirtschaftswissenschaften studiert.

Sehenswürdigkeiten

Singapur-Fluss aus der Vogelperspektive

Singapur-Fluss aus der Vogelperspektive

Esplanade

Esplanade

Tourismus ist in Singapur eine wichtige Einkommensquelle, jährlich besuchen etwa 12,6 Mio. Touristen Singapur. Studien zufolge wird es in den nächsten Jahren ca. 2,4 Mio. Touristen mehr in die Stadt ziehen, so dass der Flughafen Singapur, welcher mit 130 Zielen weltweit verbunden ist, ausgebaut und mehrere Hotels neu eröffnet werden. In Singapur gibt es etwa 95 Hotels, schon 2008 werden es vermutlich 114 sein. Zu den Hotels der gehobenen Klasse gehört das Raffles Hotel, in dem berühmte Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Rudyard Kipling u. a. zu Gast waren. Die meisten Hotels liegen im Zentrum, bzw. am Pearls Hill Park. siehe auch The Oriental Singapore

Für Touristen ist Singapur vorwiegend Stop-Over-Ziel, an dem durchschnittlich 3,67 Tage verweilt wird. Dennoch bietet diese Stadt zahlreiche Attraktionen, die man besuchen kann:

Stadtviertel

  • Das Stadtzentrum mit der Einkaufsstraße Orchard Road
  • Das indische Viertel Little India, in dem u. a. die Sultan Moschee zu finden ist sowie die Arab Street
  • Mohamed Sultan Road, eine für ihr Nachtleben bekannte Straße
  • Geylang District, eines der vier Rotlichtviertel von Singapur, in dem legal der Prostitution nachgegangen werden kann
  • Die Vergnügungsviertel Boat Quay und Clarke Quay am Singapore River mit einer Vielzahl von Restaurants, Kneipen, Bars und Diskotheken
  • Das Kolonialviertel u. a. mit Fort Canning, dem alten Parlament, dem Victoria Theatre and Concert Hall sowie dem Cricket Club
  • Die Ausflugsinsel Sentosa mit einer Vielzahl von Attraktionen wird vor allem von Familien am Wochenende gerne besucht. Sehenswert sind u. a. ein begehbares Aquarium, Fort Siloso, der Orchard Garten, der Butterfly Park sowie der Themenpark Vulcanoland
  • Das chinesische Viertel Chinatown
  • Das Geschäftszentrum
  • Das Ausgehviertel Holland Village ist vor allem bei Expats beliebt.

Historische Gebäude

  • Das Raffles Hotel mit der berühmten Long-Bar, in dem der Singapore Sling erfunden wurde sowie dem hoteleigenem Museum

Parks und Gärten

  • Der Jurong Bird Park, ein Vogelpark mit 600 Vogelarten in zum Teil riesigen Volieren
  • Das 1883 gegründete, 165 ha große Bukit-Timah-Reservat, ein fast primäres Stück Dschungel (Küstenberg-Wald Dipterocarpus) mit der höchsten Erhebung des Inselstaates
  • Die 1993 eröffnete Sungei Buloh Wetland Reserve im Nordwesten der Insel, ein 139ha großer Nationalpark mit Feuchtgebieten und Mangrovenwäldern
  • Der Pasir Ris Park im Nordosten der Insel. Auf Stegen kann man in diesem drittgrößten Park Singapurs die Mangrovensümpfe erkunden.
  • Der Zoo, der zur Beobachtung der nachtaktiven Tiere eine Nacht-Safari anbietet.
  • Der 1822 von Sir Thomas Stamford Raffles gegründete Singapore Botanic Garden mit mehr als einer halben Million Pflanzenarten und einer spektakulären Orchideensammlung
  • Der East Coast Park mit vielen Freizeitangeboten sowie einer Reihe von Fisch-Restaurants
  • Fort Canning Park beinhaltet u. a. zwei gotische Tore, den ältesten christlichen Friedhof der Stadt, den ASEAN Sculpture Park, die Battle Box sowie den Spice Garden, den ersten botanischen Garten der Stadt aus dem Jahre 1822
  • In der Parklandschaft rund um das MacRichtie Reservoir lädt ein weitläufiges Netz von Wegen zum Wandern ein
  • Der Chinesische Garten mit Pagoden liegt auf einer Insel im Jurong Lake
  • Der Japanische Garten
  • Butterfly Park and Insect Kingdom beherbergen mehr als 1.500 Schmetterlings- sowie über 2.500 Insektenarten
  • Der Jurong Reptile Park mit ehemals mehr als 400 Reptilienarten wurde im September 2006 geschlossen

Museen

  • Das Singapore Art Museum zeigt vor allem asiatische Kunst
  • Das Singapore Science Centre bietet interessierten Besuchern über 500 interaktive Experimente
  • Das National Museum of Singapore erläutert die Geschichte Singapurs und stellt darüber hinaus Kunsthandwerk und ausgewählte Prunkstücke der Singapurer Sammlungen aus, darunter John Singer Sargents Porträt in Öl (1904) des britischen Verwalters Sir Frank Swettenham.
  • Im Asian Civilisations Museum werden Sammlungen aus dem Chinesischen, Malaiischen, Islamischen und Indischen Kulturkreis gezeigt.
  • In der Battle Box, dem ehemaligem Befehlsstand der Alliierten in Singapur, wird der Fall der Stadt vor den anrückenden Japanern dargestellt.
  • Images of Singapore zeigt die lokale Geschichte sowie Sitten und Gebräuche in der Stadt
  • Das Singapore Philatic Museum zeigt seltene Briefmarken aus Asien sowie Exponate zur Postgeschichte Singapurs
  • Im "Live Turtle and Tortoise Museum" im Chinesischen Garten kann man eine Vielzahl an Schildkröten sehen. Durch die große Sammlung hat es das Museum geschafft, einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde zu erhalten.

Denkmäler

  • Das Wahrzeichen Singapurs, der Merlion, eine Kombination aus Löwe und Fisch
  • Eine Plakette markiert die Stelle, an der Sir Thomas Stamford Raffles angeblich zum ersten Mal den Boden Singapurs betreten hat.
  • Das Lim Bo Seng Memorial gedenkt an den von den Japanern im 2. Weltkrieg umgebrachten Kriegshelden Lim Bo Seng

Sonstiges

  • Das Esplanade, ein 2002 eröffnetes Kulturzentrum in Form einer Stinkfrucht, deswegen in Singapur besser bekannt unter den Namen Durian.
  • Die Insel Ubin (Pulau Ubin) nordöstlich der Hauptinsel Singapurs ist im Gegensatz zum restlichen Singapur noch beinahe komplett unbebaut und Naturbelassen. Die kleine Insel wird häufig von Einheimischen für Wochenendausflüge und Fahrradtouren in die Natur aufgesucht.
  • Der Aussichtspunkt Mount Faber mit einen 360 Grad Blick über Singapur. Eine Seilbahn verbindet den Berg mit Sentosa
  • Die Haw Par Villa ist ein ehemaliger Vergnügungspark, gestaltet nach Themen aus der chinesischen Mythologie
  • Die Insel St. John’s ist Singapur vorgelagert und bietet Ausflüglern Gelegenheit zum Baden und Wandern
  • Die Pyramide am Empress Place beinhaltet eine Zeitkapsel, die zum 50sten Geburtstag von Singapur im Jahre 2015 geöffnet werden soll

Formel 1

Das erste Formel-1-Rennen in Singapur fand am 28. September 2008 auf dem Marina Bay Street Circuit statt. Es war gleichzeitig das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte. Es gewann Fernando Alonso.

Literatur

  • Michael Hill, Kwen Fee Lian:The Politics of Nation Building and Citizenship in Singapore., Routledge, 1995, ISBN 0-415-12025-X

Letzte Aktualisierung & Neugestaltung: 19.08.2014

 

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